China wird wichtigstes Lieferland für Importautos - Handel mit USA rückläufig
China ist in den ersten sieben Monaten diesen Jahres für Deutschland zum wichtigsten Lieferland für Importautos geworden. Die Autoimporte aus Fernost legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 120,9 Prozent auf 175.000 Pkw zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Auch die Autoimporte aus Tschechien legten um 22,9 Prozent zu, dennoch fiel das Nachbarland im Ranking nun hinter China zurück.
Insgesamt stiegen die Einfuhren von Autos stark an auf 1,3 Millionen Pkw - mengenmäßig bedeutet dies einen Anstieg um 16,0 Prozent und wertmäßig um 12,6 Prozent. Zugleich gingen die Exporte zurück auf 2,0 Millionen Stück - mengenmäßig ein Minus von 4,0 Prozent und wertmäßig von 8,9 Prozent. Deutschland exportierte in den ersten sieben Monaten des Jahres demnach nur noch 700.000 Autos mehr als es importierte.
Die wichtigsten Abnehmer deutscher Autos waren Großbritannien (258.000 Autos), die USA (245.00 Autos) und Italien (147.000 Autos). Verbrenner machten 52,7 Prozent der Exporte aus, Pkw mit Elektromotor hatten 28,1 Prozent Anteil und Hybridfahrzeuge 19,2 Prozent. "Diese Anteile blieben weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum", erklärten die Statistiker.
Speziell im Handel mit den USA gab es vor dem Hintergrund der erratischen Zollpolitik von Präsident Donald Trump größere Verschiebungen. Die Exporte gingen mengenmäßig um 2,6 Prozent zurück, wertmäßig jedoch um 17,1 Prozent. Mit Abstand den größten Teil der Exporte in die USA machten mit 80,8 Prozent Verbrenner aus. Elektroautos kamen hingegen nur auf einen Anteil von 10,0 Prozent, Hybride auf 9,2 Prozent. Dieser Trend hat sich deutlich verstärkt: Die Verbrenner-Exporte stiegen im Jahresvergleich stark an, die E-Auto- und Hybrid-Exporte brachen ein.
U.Williams--CT